Kurzfilmpreis der Stadt Winterthur - Shortlist 2016
Für den Kurzfilmpreis der Stadt Winterthur wurde durch die Filmkommission eine Shortlist erstellt:
| Kurzfilm | Regie | Produktion |
| AOA I Skizze A | Susanne Hofer | Flimmern GmbH |
| Digital Immigrants | Dennis Stauffer Norbert Kottmann |
ZHdK |
| The way down to your Belly | Jonas Meier | Zweihund GmbH |
Filmpreise der Stadt Zürich - Anmeldungen 2016
Für die Filmpreise wird keine Shortlist erstellt. Alle nachfolgenden Werke wurden für die Filmpreise 2016 der Stadt Zürich angemeldet und durch die Filmkommission visioniert:
| Spielfilm | Regie | Produktion |
| Finsteres Glück | Stefan Haupt | Triluna Film AG |
| Un Juif pour l'exemple | Jacob Berger | Vega Film AG |
| Ted Sieger's Molly Monster | Ted Sieger | Peacock Film AG |
| Der grosse Sommer | Stefan Jäger | Tellfilm GmbH |
| Heidi | Alain Gsponer | Zodiac Pictures AG |
| Aloys | Tobias Nölle | Hugofilm Productions GmbH |
| Zoé & Julie - Hidden Marks | Markus Fischer | Snakefilm GmbH |
| Schellen-Ursli | Xavier Koller | C-Films AG |
| Dokumentarfilm | Regie | Produktion |
| Trading Paradise | Daniel Schweizer | A Film Company GmbH |
| Varlins Atelier in Zürich | Pio Corradi | Catpics AG |
| Marcel Schaffner - Dialog mit der Stille | Rainer M. Trinkler | Arthead |
| Das Leben drehen | Eva Vitija | SwissDok GmbH |
| Raving Iran | Susanne Regina Meures | Christian Frei Filmproduktion |
| Europe, she loves | Jan Gassmann | 2:1 Film |
| Zaunkönig - Tagebuch einer Freundschaft | Ivo Zen | Mira Film |
| To Make a Comedy is no Fun | Robert Kolinsky | Catpics AG |
| Offshore - Elmer und das Bankgeheimnis | Werner Schweizer | Dschoint Ventschr Filmproduktion AG |
| Dem Himmel zu nah | Annina Furrer | Recycled TV AG |
| Looking Like My Mother | Dominique Margot | Maximage GmbH |
| The Chinese Lives of Uli Sigg | Michael Schindhelm | T&C Film AG |
| Falten - Eine Auseinandersetzung mit dem Älterwerden | Silvia Haselbarth Stolz | Haselbarth Film und Verleih GmbH |
| Melody of Noise | Gitta Gsell | Mirapix GmbH |
| Kurzfilm | Regie | Produktion |
| Islander's Rest | Claudius Gentinetta | Gentinettafilm |
| La femme et le TGV | Timo von Gunten | Arbel GmbH |
| Inland | Piet Baumgartner | Zürcher Hochschule der Künste ZHdK |
| La Dada - König Hirsch | Anka Schmid | Mano Film |
Subotika - Land of Wonders
Preis / Auszeichnung:
1. Platz Kurzfilm
Regie: Peter Volkart
Drehbuch: Peter Volkart

Ruben Leaves
Preis / Auszeichnung:
2. Platz Kurzfilm
Regie: Frederic Siegel
Drehbuch: Frederic Siegel

The Meadow
Preis / Auszeichnung:
2. Platz Kurzfilm
Regie: Jela Hasler
Drehbuch: Jela Hasler

Giovanni Segantini - Magie des Lichts
Preis / Auszeichnung:
1. Platz Dokumentarfilm
Regie: Christian Labhart
Produktion: Kosmos Film GmbH
Drehbuch: Christian Labhart

Dürrenmatt - Eine Liebesgeschichte
Preis / Auszeichnung:
2. Platz Dokumentarfilm
Regie: Sabine Gisiger
Produktion: Das Kollektiv
Drehbuch: Sabine Gisiger

Iraqi Odyssey (3D)
Preis / Auszeichnung:
3. Platz Dokumentarfilm
Regie: Samir
Produktion: Dschoint Ventschr
Drehbuch: Samir

Heimatland
Preis / Auszeichnung:
1. Platz Spielfilm
Produktion: Contrast Film GmbH
Drehbuch/Regie: Lisa Blatter, Gregor Frei, Jan Gassmann, Benny Jaberg, Carmen Jaquier, Michael Krummenacher, Jonas Meier, Tobias Nölle, Lionel Rupp, Mike Scheiwiller

Schellen-Ursli
Preis / Auszeichnung:
2. Platz Spielfilm
Regie: Xavier Koller
Produktion: C-Films AG
Drehbuch: Stefan Jäger

Usfahrt Oerlike
Preis / Auszeichnung:
3. Platz Spielfilm
Regie: Paul Riniker
Produktion: Triluna Film AG
Drehbuch: Christa Capaul

Jury Begründung –
Durch reduzierte, kraftvolle Bilder kreiert der Filmemacher eine surreale Welt, in der man den eintönigen Lebensstil des schlaflosen Kriminalpolizisten Rob nachempfindet. Lange Einstellungen, eine ruhige Montage und der Soundtrack lassen beim Zuschauer aber keineswegs Monotonie aufkommen, sondern ermöglichen die Erkundung der durchdacht komponierten Bilder und Narration. Mit Verwunderung und einem Schmunzeln geniesst man, wie die drei Hippies Rob’s Gleichtrott aus den Fugen bringen…
Ganz herzliche Gratulation an Jonas Meier zum Winterthurer Kurzfilmpreis 2016 für seinen Film «The Way Down to Your Belly»!
The way down to your belly
Preis / Auszeichnung:
Kurzfilmpreis Winterthur 2016
Regie: Jonas Meier
Produktion: Zweihund GmbH
Drehbuch: Jonas Meier

Jury Begründung –
«Raving Iran» ist die Geschichte von Anoosh und Arash, die davon träumen, als DJs die Welt zu erobern. Ihr Heimatland Iran bietet dazu kaum oder besser: gar keine Möglichkeit. Die Produktion eines Musikalbums etwa wird zum zermürbenden Spiessrutenlauf. Da erreicht sie unverhofft die Einladung an die Street Parade in Zürich, wo sie sich schliesslich schweren Herzens für das Exil entscheiden. Das Dokumentarfilmdebüt von Susanne Regina Meures, mit dem sie ihren Master an der ZHdK abschliesst, erzählt eine ebenso atmosphärische wie spannungsvolle Geschichte, die uns vom ersten Augenblick an packt und uns unbemerkt mitnimmt, sowohl auf illegale Partys wie beim Gang auf die Ämter. «Raving Iran» gelingt trotz einfachster Mittel – ein Grossteil musste aus Sicherheitsgründen mit Handy gefilmt werden – eine ästhetisch überzeugende Umsetzung. Meures’ Film ermöglicht dabei im Kleinen einen aufschlussreichen Einblick in die iranische Gesellschaft und deren Alltag, in dem eine restriktive Zensur und eine lebensfeindliche Ideologie die Menschen in Schach halten.
Raving Iran
Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis 2016
Regie: Susanne Regina Meures
Produktion: Christian Frei Filmproduktion GmbH und ZHdK
Drehbuch: Susanne Regina Meures

Jury Begründung –
Annina Furrer hat nach dem Selbstmord ihres Bruders – es war bereits der zweite Suizid eines Geschwisters – eine Spurensuche in der Familie unternommen, um herauszufinden, wann denn "Sand ins Getriebe" gekommen sei. Mit ihrem lebensbejahenden Dokumentarfilm verarbeitet sie den Schmerz, und fächert in Gesprächen mit der Mutter und dem Bruder sowie über Briefe, Fotos und Tonbandaufnahmen ihres verstorbenen Bruders eine Familiengeschichte voller Schicksalsschläge auf, welche die Suizide zwar nicht restlos erklären, aber wenigstens nachvollziehbar machen. Ein klug aufgebauter Film voller intimer Momente, der von grosser Courage der Regisseurin und ihrer Angehörigen zeugt und das Publikum ungemein berührt.
Dem Himmel zu nah
Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis 2016
Regie: Annina Furrer
Produktion: Recycled TV AG
Drehbuch: Annina Furrer

Jury Begründung –
Filmende Väter, die schöne Momente ihres Familienlebens festhalten wollen, kennen viele aus eigener Erfahrung. Die Besessenheit, mit der Joschy Scheidegger, von Beruf Schauspieler und Regisseur beim Schweizer Fernsehen, fast jede Regung seiner Frau und Kinder aufgezeichnet hat, übersteigt das übliche Mass jedoch bei weitem. Entsprechend gigantisch ist das Material, das er bei seinem Tod hinterlassen hat. Eva Vitija, seine Tochter, hat es sich zur Aufgabe gemacht, aus diesem Nachlass einen Film zu drehen. Woher diese Obsession, alles festhalten zu wollen? Wie verändert der ständige Blick durch die Linse die Wahrnehmung? Und was heisst es, ständig gefilmt zu werden? Dies sind nur einige der Fragen, denen Eva Vitija auf ihrer Forschungsreise durch die eigene Familiengeschichte nachspürt. Dass sich der Einblick in familiäre Zusammenhänge und Abgründe für uns Zuschauer nicht nur als unterhaltsam und vergnüglich, sondern auch als spannend, tiefsinnig und emotional aufwühlend herausstellt, ist dem enormen Geschick der Autorin zu verdanken, das vorhandene Material sowie eigene Interviews und Kommentare in eine schlüssige Form zu bringen. Das Leben drehen überzeugt nicht zuletzt deshalb, weil die bewegende Dramaturgie der Ereignisse stets um eine Reflexionsebene ergänzt ist, die über das Persönliche der Familiengeschichte hinausweist.
Das Leben drehen
Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis 2016
Regie: Eva Vitija
Produktion: SwissDok GmbH
Drehbuch: Eva Vitija

Jury Begründung –
Durch den Einblick in den intimen Alltag vier junger Paare seiner eigenen Generation zeigt uns Jan Gassmann eine Momentaufnahme des heutigen Europas. Dabei wagt er nicht nur einen Schritt über unsere Landesgrenzen hinaus, sondern verwebt auch gekonnt visuell starke, ästhetisch-symbolische Bilder mit aus dem Off eingespielten unheilvollen Nachrichten. So lässt uns der Film hautnah die europäische Krise miterleben, von der in der Schweiz kaum etwas spürbar ist. Während seiner Reise durch die Randzonen der heutigen EU sucht der Regisseur nach Gemeinsamkeiten, zieht Parallelen und schafft es dadurch, dem politischen Diskurs über Europa endlich ein Gesicht zu geben.
«Europe, She Loves» ist nicht zuletzt ein radikaler, kontroverser Film, der durch sein visionäres Konzept besticht, polarisiert, lange nachhallt und zum Denken anregt, vor allem darüber, was uns in der heutigen Zeit verbindet – und was uns trennt.
Europe, She Loves
Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis 2016
Regie: Jan Gassmann
Produktion: 2:1 Film GmbH
Drehbuch: Jan Gassmann

Jury Begründung –
Die Verfilmung des «Schellen-Ursli» durch Xavier Koller verbindet gekonnt die Bilderwelt des populären Bündner Kinderbuchs mit modernster Computertechnik. Insbesondere die Ausstattung sorgt mit viel Detailsorgfalt für eine ungezwungene historische Authentizität. So lässt der Film nicht nur – abseits der eigentlichen Ortschaft – den Charme des Engadiner Bauerndorfs Guarda aufleben. Er setzt auch überzeugend die dramatischen Höhepunkte in Szene, etwa die waghalsige Fahrt des Schellen-Ursli auf der grossen Glocke vom Maiensäss ins Dorf. Die Special Effects ergänzen die Vorlage um Anleihen bei Märchen und Actionfilm und vermögen es, die ursprüngliche Geschichte um den Dorfbuben, der den Chalandamarz schliesslich doch mit der grossen «Plumpe» statt der kleinen Schelle feiern kann, sanft und spannungsreich für ein zeitgenössisches Publikum zu gestalten.




